Eucharistie

 

Das Sakrament der Eucharistie bildet ein Zentrum im Lebenszusammenhang der Kirche.  Alle Sakramente außer das der Versöhnung können in Verbindung mit diesem Geheimnis gefeiert werden. Es nimmt die anderen Sakramente auf wie ein Strom, der sie ins große Meer der Liebe Gottes begleitet ohne ihre Wirkkraft und Eigenständigkeit zu mindern. Begonnen hat dieses Geheimnis im Abendmahlsaal da Jesus seinen Jüngern Brot und Wein reichte mit der Deutung: „das ist mein Leib, hingegeben für Euch, das ist meine Blut, vergossen für Euch zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis!"

Durch seinen Tod und seine Auferstehung  bekam dann dieses Opfermahl seine überzeitliche Bedeutung. Bis heute feiert die römisch katholische Kirche dieses Mysterium Fidei (Geheimnis des Glaubens) und jeder und jede, die Teilnehmen am Mahl des Lebens, haben Teil am Leib und Blut Jesu. Diese Teilhabe befähigt den Christen in diese Welt hineinzuwirken.  Christen  stehen immer auf der Seite des Lebens, sie versuchen hineinzuwirken in die Heillosigkeit der Welt indem sie sozial zu handeln beginnen.

Paulus ermahnt im Korintherbrief  (1 Kor.11,17-34) die Gemeinde , die zum Herrenmahl zusammenkommt, dass sie aufeinander warten sollen, dass sie miteinander teilen und nicht jeder auf seinen Vorteil bedacht sein soll.  Die Zulassung zum Herrenmahl besteht also in der Fähigkeit sein leben mit anderen zu teilen, den anderen zu achten, ihn mit Christus in Zusammenhang bringen, der für uns gelitten hat, den Tod auf sich nahm und uns  durch seine Auferstehung das Tor zum Leben erschlossen hat.

In der Feier der Eucharistie ist nun Christus für immer gegenwärtig in den Gaben von Brot und Wein, in der  versammelten Gemeinde und im Priester, der dieser Feier vorsteht. Auf diese Weise vereint sich Christus mit den Anwesenden Schwestern und Brüder und führt sie im Geist hinein in das Geheimnis Gottes, des Schöpfers allen Lebens im Universum. So weitet sich in dieser Feier der Blick in die Unendlichkeit nicht nur des Weltenraumes sondern auch des Zeitenraumes. Daher können wir uns im Gebet mit den Engeln und Heiligen und auch den Verstorbenen verbinden. Diese große Gemeinschaft der Lebenden und der Toten erinnert an die Vision  des Johannes, der im himmlischen Jerusalem alle Völker und Nationen vereint sieht. (Offb. 21,9-22,5)

  
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